Wolgast Museumshafen

Blick zum Museumshafen in Wolgast, Foto: anschi / pixelio.de

Inmitten des Peenestroms am Südende der Spitzhörnbucht liegt die Schlossinsel, nur einen Steinwurf entfernt von der östlich gelegenen ehemaligen Residenzstadt Wolgast, deren Geschichte bis in das Mittelalter zurückzuverfolgen ist. Die nur 10 ha große Insel hat aufgrund ihrer Ausmaße eher Hallig-Charakter, hat aber ansonsten so rein gar nichts mit den grünen Fleckchen in der Nordsee gemein.

Die Schlossinsel misst in der Länge 500 m und ist nur 250 m breit. Gerade mal 2,60 m hoch war das kleine Eiland vielfach Opfer von Sturmfluten und musste schon einige Überflutungen im wahrsten Sinne über sich ergehen lassen.

Keine Schlossinsel ohne Schloss – die Herzöge von Pommern, die in Wolgast residierten, taten dies von eben diesem Eiland aus, Das Schloss selbst galt als eines der bedeutendsten Bauten der Renaissance. Das imposante Gebäude mit Blick auf die Wolgaster Altstadt wurde im Jahre 1675 im Krieg zwischen Schweden und Brandenburg am Pulverturm stark beschädigt. Leider war dies nicht der einzige schwere Schlag, den das Schloss hinnehmen musste.

Im nordischen Krieg wurde die Stadt Wolgast samt Schloss von russischen Truppen derart verwüstet, dass der  Abriss der Residenz unumgänglich war. Zuerst als Steinbruch genutzt und später nach und nach abgetragen beendete das Wismarer Schloss seine lange Geschichte.

Auf der heutigen Schlossinsel lässt es sich heutzutage wunderbar wohnen. Der wahrlich attraktive Blick auf die Wolgaster Altstadt und auf die blaue Zugbrücke; dem Tor zur Insel Usedom, haben sogar Ferienwohnungen auf der Insel entstehen lassen.

Überhaupt wird die Schlossinsel heute  noch sehr gerne besichtigt, kann man doch immer noch erahnen, welche unglaublichen Dimensionen das Schloss von einst gehabt haben muss.