An der Flensburger Förde

An der Flensburger Förde, Foto: Jürgen Weingarten / pixelio.de

Zu ungestüme oder gar tendenziell gewissenlose Autofahrer sind meist nicht allzu gut auf die 1248 erstmals urkundlich erwähnte Stadt Flensburg nahe der dänischen Grenze mit ihren gut 88 000 Einwohnern zu sprechen, befindet sich hier doch das bundesweite Verkehrszentralregister, welches auch „Flensburger Verkehrssünderdatei“ genannt wird.

Aber selbstredend hat die Stadt auf der Halbinsel Angeln und an der nach ihr benannten Förde sehr viel mehr zu bieten, als lediglich eine umfangreiche Sammlung an Führerschein belastenden „Punkten“. Durch seine strategisch günstige Lage im sicheren Naturhafen der Förde sowie an den alten Handelswegen des Ochsenweges und der Angelbowege, gelangte Flensburg – nicht zuletzt auch durch das damalig überdurchschnittlich große Heringsvorkommen in seinen Gewässern – im Mittelalter zu einem gewissen Reichtum, der vom 12. bis etwa ins 17. Jahrhundert andauern sollte, und den man noch heute in der gut erhaltenen Altstadt und den dortigen Kaufmannshöfen und Kirchen ablesen kann.

Auch die vielen Museen der Stadt sind definitiv einen Besuch wert und geben Auskunft über die ereignisreiche Stadtgeschichte, so z.B. das Museum für Schifffahrt und Schiffbau mit dem angeschlossenen Rummuseum zur Geschichte der Rumstadt Flensburg im 18. Jahrhundert, der Museumshafen Flensburg mit traditionellen Segelschiffen und anderen historischen Wasserfahrzeugen sowie das Fischereimuseum der Initiative des Fischereivereins am alten Fischereihafen.

Und natürlich ist die Flensburger Förde als Verbindung der Stadt zur Ostsee eine kaum zu überbietende natürliche Attraktion. Als traditionelles und international sehr beliebtes Segelrevier mit regelmäßigen Wettkämpfen, wie beispielsweise der Flensburg-Fjord-Regatta für Traditionssegler vom dänischen Sønderborg bis nach Flensburg, ist die Förde und ihre bekannten Orte beiderseits der Ufer- angefangen von Glücksburg, das durch sein Wasserschloss Berühmtheit erlangt hat, über den Fischereihafen Langballigau bis hin zu dem kleinen Neukirchen- gleichzeitig beliebtes Naherholungsgebiet.